Being on the road - Eine Chaotin im Land der Kiwis

You are lost!

Freitag, 19.08.2011
Okay, alles worüber ich mich bei unserem hustenden Zimmernachbarn in Sydney lustig gemacht habe, nehme ich höflich zurück: Mein lieber unbekannter Freund, ich weiß wie es dir ging und glaub mir, keine Halslutschtabletten dieser Welt hätten dir helfen können. Es ist ein Fluch! Nein, mal ganz ehrlich. Im Grunde geht es mir ganz gut, aber meine Lunge ist nun besetzt von einem nie endenden fiesen Dauerhusten, der mich quält und nervt. Ich hasse es! Egal, ich muss da jetzt durch, fürchte ich. Auf jeden Fall ist es sehr viel interessanter zu erzählen, wo wir gewesen sind. Gestern waren wir also in Rotorua unterwegs oder wie meine Mutter so schön sagt: die stinkende Stadt. Damit hat sie leider Recht, in diesem Fall war ich meiner verstopften Nase dankbar^^ Geologisch liegt Rotorua auf einem etwa 55 km breiten, geothermisch aktiven Gürtel, der vom Zentrum der Nordinsel Richtung Nordosten verläuft. Und Leute, das merkt man...die ganze Stadt hat einen penetranten Schwefelgeruch, so ähnlich wie mein Hund, wenn er zu viel vom Tisch bekommen hat und naja, sich entlüften muss. Alter Schwede! Dafür bietet die Stadt auch tolle Thermalbäder und wurde zum Kurort ernannt. Doch bevor wir uns in eines dieser Bäder begaben, besuchten wir den Kiwipark Rainbow Springs, um den seltenen Vogel auch mal gesehen zu haben. Der Park ist sehr klein und bietet auch außer dem Kiwi nur noch andere heimische Vögel, wie z.B den Kea. Dieser, nur in Neuseeland vorkommender Vogel ist eine Papageien Art und für seinen intelligenten und neugierigen Charakter bekannt. Keas nehmen z.B gerne Autos auseinander, öffnen Mülltonnen oder Rucksäcke und selbst das ein oder andere Schaf muss manchmal dran glauben. So präsentierte sich auch "Jenny" der Kea im Vogelpark, der sofort als wir nah genug dran waren, einen lauten sehr schrillen Pfiff von sich gab und schließlich Mamas Finger attackieren wollte. Reizend^^ Wir machten uns schließlich auf zum Kiwihaus und sahen erstmal nicht hinter den vielen Glasscheiben, bis plötzlich etwas raschelte und sich ein hungriger Kiwi auf den Weg zum Futter machte. Meine Güte, die sind aber auch soooooo niedlich! Und auch ziemlich groß. Der Kiwi, den ich gesehen habe war immerhin so groß, wie ein Huhn. Irgendwie werden die immer kleiner dargestellt, oder? Ich war, mal wieder, hin und weg und wir standen bestimmt 20 Minute vor der Scheibe und beobachtete den besonderen Vogel. Auf dem Rückweg vom Park, kaufte ich mir dann schließlich noch eine Portion Fish&Chips, weil ich mich damit tot essen könnte. Ich liebe das Zeug! Danach ginge auf ins Polynesian Spa ein Thermalbad gleich bei unserem Hotel, um die Ecke. Dort gibt es verschiedene Pools, mit heißem Wasser welche mit Wasser aus dem Rotorua Lake gespeist werden und ebenfalls Schwefeldämpfe von sich geben. Da die Pools draußen liegen, dachte ich erst ich erfriere auf dem Weg zum ersten Becken, aber wenn man dann ins heiße Wasser taucht ist es herrlich warm. Wir genossen ganze zwei Stunden diesen Luxus, draußen zu baden, auf die Landschaft und den See zu blicken und gleichzeitig wohlig warm im Becken liegen zu können. Das ist echt so schön und entspannend. Müde vom heißen Wasser wankten wir dann mehr oder weniger ins Hotelzimmer und Lasen noch ein bisschen. Schließlich wurden die Koffer gepackt und am nächsten Tag (heute) ging es weiter Richtung Auckland. Da wir jedoch noch Zeit hatten, beschlossen wir einen kleinen Umweg zu fahren und noch beim Cathedral Cove (Coromandel) vorbei zu schauen. Ich bin mir sicher, jeder von euch weiß was das ist. Geht es mal googeln und ihr werdet denken:" Ahhhh, natürlich!" Jedenfalls das ein berühmter Strandabschnitt der Mercury Bay nördlich von Hahei in Coromandel. Das Wetter war dafür fantastisch und der Ozean zeigte sich von seiner aller schönsten Seite in einem wunderschönen dunkelblau. Auch die Stadt Tairua war wunderschön, da sie direkt an einer Klippe über dem Ozean liegt und von Palmen und sommerlicher Atmosphäre geprägt ist. Wenn es hier heiß ist, kann man sofort überall an den weißen Stränden schwimmen gehen und genießt ein endloses Panorama von kleinen Inseln und großen Kalksandsteinen die aus dem Meer ragen, wie große weiße Haiflossen. Es sieht ein bisschen aus, wie in der Karibik und ich war völlig begeistert, wie unterschiedlich Neuseeland sich immer wieder präsentieren kann. Jeder der dort einmal hinfährt, sollte das nicht verpassen. Auf einem Parkplatz in Hahei mussten wir schließlich parken und die restlichen 40 Minuten zu Fuß bewältigen. Erst waren wir uns nicht sicher, da meine Bronchien nicht gerade zum Atmen einladen, aber der Weg ist wirklich für jeden zu schaffen und sehr schön. Ist man erstmal am weißen Strand angekommen, lohnt es sich allemal. Das Cathedral Cove ist eine Art dreieckiger Tunnel, der entstanden ist aus dem Kalksandsteinklippen Mare´s Leg Cove und Cathedral Cove, die hier sich verbunden haben und ins Wasser hineinragen. Bekannt ist diese Gesteinsformation von unterschiedlichen Bildern und Reiseführern. Es ist wirklich atemberaubend! Wir hatte übrigens auf dem Weh nach Tairau einen Backpacker aus Israel mitgenommen, der sich auch als sehr nett erwies. Als er mich fragte, wo ich herkomme und was wir hier so alles machen und ich ihm erzählte, warum meine Mutter nun hier war, war er aufrichtig besorgt um meine Gesundheit und bot mir Bohnensamen an. Er war nämlich der festen Ansicht, dass man sobald man Essen kocht die Energie tötet und somit auch das Essen. Darum kauft er sich immer Bohnenkeimlinge im Supermarkt, weicht sie in Wasser ein, bis sie ein bisschen keimen und isst sie dann. Das gebe Energie und ich fand es auch gar nicht mal so schlecht, als ich es probierte. Ich esse immerhin auch lieber einem frischen, als einen gekochten Apfel...aber als er meinte, dass Fish&Chips Depressionen verursacht war ich doch etwas irritiert. Er musste lachen und wir setzten ihn schließlich kurz vor unsere Ziel ab. Ein netter Kerl, vielleicht ein bisschen Öko, aber nett. Nach diesem schönen Ausflug am Strand machten wir uns dann wirklich auf dem Rückweg. Die Fahrt war entspannt, bis wir auf dem Flughafengelände ankamen und verzweifelt unser Hotel suchten. Im Dunkeln ist das aber auch alles nicht mehr ganz so leicht. Außerdem war die Wegbeschreibung des Tankstellenbesitzers auch Murks und so fuhren wir orientierungslos hin und her bis plötzlich die Polizei und zur Seite nahm. Etwas ängstlich, ob wir im Linksverkehr etwas falsch gemacht haben, öffneten wir die Tür und der Beamte trat an uns heran. "You are lost. You are very very lost. You are a Tourist, aren't you?" Peinlich berührt dachte ich an meine Oma, der auch schonmal von der Polizei geholfen werden musste, beim Finden der Autobahn, aber wir? Schamerfüllt nickte wir und er grinste. "Where are you from?" Als wir erwähnten, wir seien Deutsche wurde das grinsen noch breiter. Ich glaube er murmelte so etwas wie, "das dachte ich mir" auf Englisch und bot uns an, zu zeigen wo es lang geht. Somit hatten wir also heute Abend eine Polizeieskorte zum Hotel. Auch mal ganz schön^^ Endlich angekommen, gab es nur nochmal das ganze Badewannenprogramm und jetzt schreibe ich schon zu euch. Hier ist es jetzt 22:43 Uhr und somit sage ich Byebye New Zealand und hoffe, dass ich bald irgendwann mal wieder kommen und mir die Südinsel angucken kann. Morgen also nach Sydney. So schnell kann's gehen xD Gute Nacht!

Und Gott schickt mir zu Rettung einen netten Opa...

Mittwoch, 17.08.2011
Ich weiß heute ist die Überschrift etwas ungewöhnlich, aber so ist es gewesen. Doch vorher sollte ich erstmal erzählen, was überhaupt so los war. Gestern Abend fanden ich und meine Mutter tatsächlich einen Supermarkt in Napier in dem wir uns dann Nudeln und Soßen kauften und uns erstmal ein leckeres Abendbrot zubereiteten. Napier ist übrigens, bis jetzt die schönste Stadt die ich in Neuseeland zu Gesicht bekommen habe. Direkt an pazifischen Ozean liegt eine kleine, durch ein großes Erdbeben entstandene Stadt im Osten Neuseelands. Dadurch, dass die Stadt praktisch in einem Talkessel liegt, ist Napier eine der schönsten und wärmsten Gegenden des Landes. Hier reihen sich kleine Fischerholzbauten im Kolonialstil am Strand entlang, umgeben von einer üppigen grünen Vegetation aus Palmen, Farn und Callas. Auch die Fußgängerzone ist sehr einladend und die Menschen alle sehr hilfsbereit und nett. So unterhielten wir uns mit einer Apothekerin über Düsseldorf und unser Hotelangestellten über das kalte Wetter und die die schöne Aussicht über Napier vom Aussichtspunkt Bluff Hill. Ich bin wirklich überrascht mit was für einer Geduld und Hilfsbereitschaft man, egal wo man hin kommt oder fragt behandelt wird. Ich glaube, dass ist wirklich auszeichnend für die "Kiwis". Jedenfalls schliefen meine Mutter und ich nicht ganz so gut. Ich, weil mein Husten mich fast wahnsinnig macht und ich dauernd Nachts wieder aufwachen und Mama meinte, sie sei fast im Zimmer erfroren. Es ist tatsächlich ungewöhnlich kalt in Neuseeland. In Auckland soll es sogar schneien. Sofort musste ich an Agi denken und ich hoffe das es ihr trotzdem gut geht und sie nicht auch krank wird. Bis jetzt sahen wir nur den Schnee in den Bergen, die wir ja schließlich wieder überqueren mussten, um nach Rotorua zurück zu fahren. Dazu jedoch später. Erst einmal gingen wir morgens, noch ziemlich müde zum Starbucks und becherten eine ordentliche Runde Kaffee. Schließlich, etwas gestärkt bummelten wir noch kurz durch die Fußgängerzone und besorgten Hustensaft. Zurück am Hotel, wurden wir schließlich auf den Bluff Hill aufmerksam gemacht. Somit entschieden wir uns auch dort nochmal kurz den Ausblick auf die ganze Küste zu genießen. Gesagt, getan...jedoch stellten wir unser Auto früher ab, in der Ansicht man müsste das letzte Stück zu Fuß gehen. Jedoch hatten wir uns hier etwas verschätz, was Länge und Steilheit des Weges anbelangte und die Tatsache, dass meine Knochen noch schwer wie Blei sind, machte den ganzen Trip nicht besser. Ja, und dann schickte man uns die Rettung. Wie gesagt, die Neuseeländer sind ein liebes und hilfsbereites Volk. Ein alter Herr hielt sofort an, als er uns sah und nahm uns mit zum Bluff Hill. Er war sehr lustig, erzählte von Hamburg und München in den 70er Jahren und schlug uns auch gleich vor, dass wir wieder mit ihm runter fahren. Was er genau dort oben alleine machte, weiß ich nicht, aber er zeigte uns den Hafen und Cape Kidnappers und schien sich über ein bisschen Gesellschaft zu freuen. Ganz ehrlich, kein Deutscher hat das jemals getan, als ich mich mal durch Alpenwege schleppte. Der ältere Herr brachte uns dann auch gleich zurück zu unserem Auto und war für mich der Held des Tages. Ein Hoch auf die neuseeländische Gastfreundlichkeit! Gut gelaunt starteten wir dann auch unsere Fahrt nach Rotorua. Vorher kauften wir noch ein paar Souvenirs für zu Hause und los gings! Die Landschaft und die Vegetation dieses Landes muss an dieser Stelle einfach mal erwähnt werden. Ich bin fasziniert von so viel Schönheit und liebe zum Detail. Die Natur um uns herum ist ein Kunstwerk und ein wahres Wunder. Auf unserer Fahrt sahen wir Wasserfälle, schneebedeckte Berge und im Vordergrund diese endlosen grünen Weiden. Das Gras hier scheint ein einziger üppiger Teppich zu sein und zieht sich in einer strahlend schönen Gleichmäßigkeit über die hügelige Landschaft. Nur unterbrochen, ab und zu, durch einen Baum...manchmal grün, manchmal aber auch noch grau oder sogar rötlich und kleine Weiden auf denen dicke wollige Schafe grasen. Es ist wie eine Märchenlandschaft. In der Nähe des Lake Taupo sahen wir uns dann eine von Schwefelquellen übersäte Landschaft an, mit kleinen Flüssen in mitten eines richtigen Urwaldes, der wachsen und fallen kann, ohne das je ein Mensch darauf Einfluss genommen hätte. Der Dampf der heißen Quellen ist schon von weitem zu sehen und auch der Geruch ist penetrant ;) , aber trotzdem...was für ein Anblick. In diesem Wald war die Stimmung geradezu mystisch und überhaupt ist die Vegetation eine Mischung aus Dschungelfarn und Heidekraut oder Nadelbäumen und Palmen. Ich glaube, das muss man einfach gesehen haben um es zu begreifen. Ich bin jedenfalls immer noch hin und weg von dieser Schönheit dieses Landes. Rotorua ist dann wieder so eine typisch amerikanische Stadt, die ein bisschen Aussieht, wie bei uns die Industrieviertel. Morgen besuchen wir dann einen Kiwipark (also Vogelpark, obwohl die Frucht hier sehr sehr gut schmeckt) und genossen mal eine dieser heißen Quellen. Bis dahin, guten Morgen bei euch und gute Nacht bei uns. :)

Auf Frodos Spuren...

Dienstag, 16.08.2011
Aloha, liebe Leser, Da bin ich mal wieder mit neuen Neuigkeiten. Gestern habe ich nichts geschrieben, da das Hotel in Tauranga tatsächlich 15 Dollar für eine Stunde Internet verlangt. Jetzt bin ich jedoch in Napier und hier hab ich es umsonst! Ja, ich kann es selbst kaum glauben ;) Nachdem gestern die Sonne aufging im kalten Tauranga, wusste ich gleich das mich die Grippe ziemlich doll erwischt hatte. Meine Stimme war weg, der Hals schmerzte und ich konnte mich nur schwer aus dem Bett aufraffen. Trotzdem nahmen meine Mutter und ich uns vor Matamata zu besuchen. In diesem beschaulichen Städtchen wurden nämlich die Szenen vom Auenland gedreht und in einem Monat geht es wieder los für "der kleine Hobbit". Auch wenn ich die Städte hier wenig attraktiv finde ist die Landschaft doch atemberaubend. In einer Minute sieht alles tot und flach aus, nur um sich in der nächsten Minute grün, hügelig und wunderschön zu präsentieren. Ich kann schon verstehen, warum Peter Jackson sich damals, als er mit seinem Hubschrauber über Neuseeland flog und die riesige grüne Farm der Familie Alexander erblickte, dachte: Das ist es! Wir kamen also in Matamata an, bezahlten die Tour und fuhren dann mit nur wenig Leuten in einem Bus zur der Schaf-und Rinderfarm der Alexanders. Da dies natürlich ein Privatgrundstück ist, kann man nämlich gar nicht einfach so losfahren und vorbei schauen. Die junge Frau, die uns durch das Grundstück fuhr erzählte uns, wie viel Aufwand geleistet werden musste, um überhaupt auf der Farm drehen zu können. Tatsächlich hatte Jackson die Farm per Hubschrauber im Jahr 1998 entdeckt und war vor allem angetan von dem großen See mit der, im Film als 'Festbaum' bekannten riesigen Kiefer, die nicht besser hätte stehen können. Ich bin mir sicher, die Familie Alexander dankt noch heute Gott für diesen Zufall. Der Aufbau der Dreharbeiten dauerte über neun Monate, da die neuseeländische Armee beauftragt wurde eine 1,5 Kilometer lange Straße in das Gelände hineinzuverlegen, um es für die Dreharbeiten zugänglich zu machen. Auch sonst, wurde Bäume und Gärten herangeschafft, 37 Hobbithöhlen aus Bauholz, Schichtholz und Styropor konstruiert und auch die Brücke mit dem Gasthaus mussten am See errichtet werden. Auch jetzt noch, zeigen sich die Gärten und Hobbithäuser in all ihrer Pracht, mit so viel liebe zum Detail, dass ich mir sicher bin, dass es irre Spaß gemacht haben muss dieses Meisterwerk zu bauen. Tatsächlich ist es ein richtiges Dorf und allein die Vegetation mit den Hügeln und Bäumen ist perfekt gewachsen. Ich war beeindruckt, wie lange man sich an diesem Drehort aufhalten kann und das alles genauso aussieht, wie man es im Film zu sehen bekommt. Was ich auch sehr interessant fand, war das der große Baum über Beutelsend, also auf Bilbo Beutlins Häuschen tatsächlich der einzige unechte Baum ist. Auf den ersten Blick fällt es nicht auf, aber wenn man genauer hinsieht, sieht man das sich die Blätter von den der natürlichen Bäume unterscheidet. Die Eiche wurde nämlich unweit von Matamata gefällt, auseinander gesägt, nummeriert, transportiert und wieder so, wie wie war zusammen geschraubt. Danach importierte man künstliche Blätter aus Taiwan und zack...da Stadt ein riesiger neuer Baum über Beutelsend! Außerdem war das Set oder eher gesagt ist das Set auch eine Logistische Meisterleistung. Täglich mussten über 400 Menschen mit Essen, Abwasser und Strom versorgt werde und ich kann nur sagen, wer sieht wo das Filmset liegt, nämlich mitten zwischen Schafen und endlosen grünen Hügeln, der weiß das es eines riesigen Aufwandes bedarf. Wie auch immer, ich stand wirklich vor Sams und Frodos Häusern und stand da, wo auch Gandalf stand. Ich weiß, vielleicht ist das für den ein oder anderen nicht so spannend, aber ich liebe diese Filme und jetzt, bei den nächsten Teilen, weiß ich...wow, da warst du! Wie geil! Auch sonst wurde uns viel lustiges über echte Freaks erzählt. Unser Guide, erzählte uns, dass viele zu den Touren in Kostümen kommen, zum Beispiel als Hobbit oder Ork verkleidet, was ich eigentlich noch ganz lustig finde, aber es gab wohl auch solche, die etwas übertrieben. So gab es wohl mal einen zwei Meter großen Typ, der behauptete ein Hobbit zu sein und sich einfach nicht mehr vom Set entfernen wollte, da er der festen Ansicht war dort zu Hause zu sein xD Eigentlich ist das ja schon tragisch, aber es brauchte wohl viel Zeit dem Mann zu erklären, dass man das Set nicht anfassen und schon gar nicht darin wohnen darf. Auch wir durften Bilbo Beutlins Haus nicht betreten, auch wenn die Innenausstattung haargenau dem Film entspricht. Schade eigentlich, aber verständlich wenn man bedenkt, dass bald wieder gedreht wird. Eine andere Geschichte handelte von einer Frau, die sich eine Replikation des 'einen Rings' für 10.000 Dollar anfertigen ließ, nur um ihn dann in einen Berg zu schmeißen und dann zu behaupten, sie hätte alle gerettet. Wirklich verrückt, oder? Naja, auf jeden Fall lohnt es sich am Set auf der Farm vorbei zu schauen. Überhaupt ist das Geländer sehr sehr schön und weitläufig...man kann gar nicht die ganze Farm sehen. Ich glaube, wer Herr über so ein riesiges Grundstück ist, auf dem man wahrscheinlich laufen und reiten kann bis man schwarz wird und Tage braucht, um es einmal zu umrunden, kann sich wirklich glücklich schätzen. Zusätzlich zum Set durften wir außerdem Lämmer füttern und uns wurde gezeigt, wie ein Schaf geschoren wird. Es war wirklich ein toller Ausflug und ist sein Geld wert, wer also mal nach Matamata kommt, sollte sich als Herr der Ringe Fan diese Tour nicht entgehen lassen. Zu Hause im Hotel wieder angekommen, ruhte ich mich dann bei einer Tasse Tee aus, weil es wirklich kalt hier ist (wir hatten tatsächlich einmal sogar ein bisschen Schnee) und schlief irgendwann ein. Heute morgen fuhren wir dann weiter bis nach Napier. Die Stadt ist wirklich nett, das Wetter auch etwas wärmer und unser Hotel toll. Auch die Fahrt brachte uns an viele schöne Orte mit tollen Landschaften und auch hier mussten wir aufpassen, dass wir nicht zu fasziniert aus dem Auto starrten, da manche Straßen noch vereist und somit glatt waren. So viel erstmal zu gestern und jetzt geht es gleich bloß noch einkaufen und ein bisschen an die Luft. Bis die Tage.

Blue Mountains und weiter geht's...

Sonntag, 14.08.2011
Ja, ich lebe noch...was sagt man dazu. Also erstmal...meine Mutter hat es geschafft und auch ich habe mich etwas beruhigt. Da die Geschichte mit dem Internet etwas schwierig ist, hier in Neuseelands Hotels, habe ich wohl einiges aufzuholen. Na gut...die Blue Mountains waren fantastisch. Agi und ich hatten eine der billigeren Touren gebucht, was jedoch bedeutet, dass man nicht an einem der Nationalparks vorbei fährt und damit leider keine Koalas und Kängurus füttern kann, dafür bezahlt man aber auch ungefähr 40 Dollar weniger. Naja, auf jeden Fall hatten wir mal wieder Glück mit dem Wetter und unsere Reisegruppe stellte sich als bunter Haufen netter Leute heraus aus der USA, Österreich und Deutschland. Unser Guide war ein richtiger Aussie und sah aus wie Vin Diesel. Er erzählte uns, dass er in einer Region nahe Sydney aufgewachsen sei, in der drei der giftigsten Schlagen und zwei der giftigsten Spinnen der Welt leben. Munter plauderte er über seine Familie und wie der Nachbar eben jene Schlange und Spinne mit seinem Gewehr erschossen hat, als diese sich gerade einen Weg durch die Küche bahnten. Nicht sehr beruhigend, wie ich fand. Doch Vin Diesels Doppelgänger konnte sich darüber amüsieren und verbreitete auch sonst gute Stimmung. Wir sahen verschiedene Aussichtspunkte der Blue Mountains und konnte nicht nur einen einzigartige Vogelwelt mit schwarzen Kakadus bewundern, sondern auch die Three Sisters und die ewigen Weiten Australiens mit einem scheinbar nie enden wollenden Urwald. Gegen Ende sahen wir sogar noch ein Känguru in freier Wildbahn und fuhren mit der Fähre zurück zum Circula Quay, dem Knotenpunkt Sydneys. Es war wirklich toll, diese einzigartige Stadt auch noch mal bei Nacht zu bewundern und es lohnt sich wirklich in dieser Gegend mal vorbei zu schauen. Trotzdem sagten wir am nächsten Morgen Sydney Goodbye und machten uns auf den Weg zum Flughafen. Als ich dort ankam und endlich meiner Mutter begegnete war ich so froh, wie schon lange nicht mehr. Sie konnte nun verstehen, was ich meinte, als ich von einem Höllentrip im Flugzeug sprach und wir sind uns sicher, dass wir nur noch zurück wollen, einfach um zu wissen, dass wir uns niemals mehr in so einen Maschinen setzten müssen. Da jedoch die Rundreise in Neuseeland gebucht war, setzen wir uns mit Agi ins Flugzeug und los ging es...nach Auckland! Der Flug war, Gott sei Dank sehr ruhig und der Blick auf Neuseelands Küste lohnt sich wirklich. Am anderen Ende der Welt angekommen, fuhren wir in unsere Hotels, wobei ich mit meiner Mutter zusammen und Agi im Hostel wohnte. Wir waren jedoch nicht allzu weit voneinander entfernt und gingen somit noch einmal am Hafen spazieren, um unsere müden Beine zu vertreten. Auf der Suche nach einer Kleinigkeit zu Essen, erkannten wir jedoch schnell das Neuseeland wirklich sehr sehr teuer ist. Hier bezahlt man für ein Tiramisu schonmal 14 Dollar! Letztendlich landeten wir also im Burger King und kauften uns Pommes. Am nächsten Morgen erkundeten wir dann die Stadt. Auckland ist zwar ganz schön, reicht aber nicht an Sydney heran und bietet auch nicht sehr viele Sehenswürdigkeiten. Wir besuchten ein Aquarium, indem Haie und Rochen über uns schwammen und Pinguine zu sehen waren, besuchten einen schönen Park an der Universität, klauten in jenem Park ein paar frische Grapefruits vom Baum und besuchten zum Schluss den Skytower, der einen herrlichen Ausblick bietet. Es gibt sogar ein paar Verrückte die dort Bungee Jumping betreiben! O.o Mir wurde schon schlecht beim zusehen. Am Abend kauften wir uns dann Pizza und machten es uns in unserem Hotel gemütlich. Es war ein netter Abend mit Agi und wir hatten viel Spaß. Schließlich übernahm meine Mutter nochmal die Aufgabe meinen Koffer neu zu packen, weil er wohl ziemlich übel aussah^^ Ich bin immer wieder begeistert, wie gut sie das kann! Wir schafften es sogar unsere Wäsche zu waschen und das war langsam auch echt nötig. Heute mussten wir uns dann tatsächlich von Agi verabschieden, was mir aufrichtig wehtat, weil ich mir trotzdem Sorgen mache, auch wenn sie sagt, dass sie das schon locker alleine meistert. Trotzdem hoffe ich, dass ihr nichts passiert und sie alles gut schafft. Meine Mutter und ich fuhren schließlich wieder zum Flughafen und holten unser Mietauto ab. Jaaaa, Linksverkehr...äußerst spannend. Vor allem das Abbiegen ist wahrlich abenteuerlich! Hier?...Nein!!!! Andere Spur!! *Hupen* Sorry! Du meine Güte...es ist ein Wunder, aber wir kamen tatsächlich heile in Tauranga an. Tuaranga ist eine wirklich nette Küstenstadt im Osten der Insel und liegt in der Nähe von Matamata (dort wo Herr der Ringe..das Auenland gedreht worden ist) Morgen sehen wir uns das ganze mal an und ich bin schon gespannt. Schließlich geht es dann übermorgen weiter nach Süden, nach Napier...dann nach Rotorua und letztendlich zurück nach Auckland, wo wir hoffentlich Agi nochmal sehen und danach nach Sydney zurück fliegen, nochmal zwei Tage bleiben und dann endlich endlich endlich nach Hause zurück kehren. Ich freue mich schon so auf meine Freunde und Familie. Mal sehen, ob ich morgen hier Internet bekomme, da das nämlich auch Mega teuer ist. Mal sehen...

Ich - Am Rande des Wahnsinns

Mittwoch, 10.08.2011
Guten Morgen Deutschland, Hier ist schon der nächste Tag und heute geht es in die Blue Mountains. Doch gestern waren wir erstmal im Zoo^^ Die Fahrt dorthin bestritten wir erst mit der Fähre und dann mit dem Bus. Da das Wetter, mal wieder fantastisch war, war die Sicht von der Fähre aus ebenfalls wunderschön! Man konnte sozusagen ganz Sydney überblicken und auch das andere Ufer, gegenüber des Opernhauses besichtigen. Dort finden sich vor allem schöne Villen und Wohnviertel mit Bootsanlegern. Im Zoo angekommen gab es dann auch das übliche Getier. Erst riesige Schlangen und Echsen und dann Elefanten, Giraffen, Tiger und so weiter. Besonders waren natürlich die Koalabären, die eingerollt in den Astgabeln schliefen und sich nicht stören ließen von den glotzenden Zuschauern. Ebenfalls ein Highlight war der wunderschöne Schneeleopard, der sich tatsächlich auch bewegte (das kommt bei vielen Zootieren ja nicht vor) und auf und ab ging, was trank und schließlich sich wieder hinlegte. Auch der Tiger zeigte sich ungewöhnlich neugierig, kam an die Scheibe und Glotze praktisch gleichermaßen zurück, was ihm viel Ooohhhs und Ahhhhs einbrachte. Wahrscheinlich wollt ihr jedoch bloß wissen, ob ich eins der berühmten Schnabeltiere gesehen habe. Ja, habe ich tatsächlich, wenn auch nur kurz. Ich sah also gerade in ein Becken voller Wasser an dem, auf Englisch natürlich, Schnabeltier stand und starrte ins Wasser, als sich tatsächlich eines dieser schüchternen Tierchen zeigte und schnell auf die andere Seite schwamm. Schade, für ein Foto war es dann doch zu schnell. Schließlich sahen wir noch eine Robben und eine Vogelshow und machten uns auf den Rückweg. Wir kauften was ein und Agi kochte uns einen leckeres Mahl aus Nudeln mit Tomatensoße, während ich mit meinen Eltern skypte und schließlich den absoluten Nervenzusammebruch erlitt. Plötzlich bestand alles nur noch aus Angst und Zweifel. Ich wollte nicht, dass meine Mutter in den Flieger steigt, doch alleine fliegen schaffe ich auch nicht. Ein Teufelskreis aus dem es kein entrinnen zu geben scheint. Aus Sorge heulte ich mir die Augen aus, zitterte am ganzen Leib und bekam einen Anfall nach dem anderen! Arme Agi...sie gab sich alle Mühe und schließlich schaffte meine Mutter es, mich zu beruhigen und sagte, dass sie komme und Punkt. Gerade jetzt dürfte sie in den Flieger steigen und ich bekomme einen Zitteranfall nach dem nächsten. Mir ist so schlecht, dass ich einfach nicht daran denken darf...sonst werde ich verrückt. Hoffentlich geht alles gut! Wenn, dann sehe ich sie morgen früh und kann endlich ein wenig beruhigt sein, jedenfalls bis zu dem Punkt, an dem wir wieder in den Flieger steigen nach Auckland. Himmelherrgott, hoffentlich ist das alles bald vorbei!

Auf auf...und zurück?

Dienstag, 09.08.2011
Aloha liebe Leser, Heute war unser zweite Tag in Sydney. Unser Hostel, in dem die Zimmer entfernt an Knastbuden erinnern und welches direkt an der Straße liegt, ist es nicht immer still...das war uns klar. Trotzdem wurden wir gegen zwei Uhr Nachts Ortszeit aus dem Schlaf gerissen von unserem hustenen Zimmernachbarn und feiernden Partypeoplen, die laut gröllend versuchten einen Gorilla zu imitieren. Männer ebend! Das war auch das erste was Agi in den Sinn kam, als wir merkten, dass beide davon wach geworden waren. Müde sinnierten wir über den nächsten Tag und darüber, ob besagter Zimmernachbar die Bronchistis wohl lebend überstehen wird. Noch dazu kam das wurderbare Schreien einiger Polizei? Sirenen und das Rauschen der Kleinbusmotoren. Werde ich Nachts erstmal wach, bleib ich auch erstmal wach und so drehte ich meine Gedanken hin und her, während Agi schon wieder in den wohligen Schlaf versank. War es dir richtige Entscheidung? Was soll ich tun? Was ist, wenn meine Mutter etwas passiert, nur weil ich es nicht schaffe stark genug für diese Reise zu sein? Damit ihr versteht worum es überhaupt geht...ich werde in ein paar Tagen von meiner Mutter in Sydney (hoffentlich heile) in Empfang genommen und fliege dann mit ihr und Agi nach Auckland, wo wir noch eine Rundreise machen und ich schließlich Ende August wieder nach Hause fliege (hoffentlich ebenfalls heile). Ich hasse fliegen und ich hasse den Gedanken, dass Menschen die ich liebe auch fliegen müssen. Was habe ich mir bloß dabei gedacht, dann genau das andere Ende der Welt als Urlaubsort zu wählen? An dieser Stelle möchte ich noch einen wichtigem Ratschlag loswerden. Jeder der mit dem Gedanken spielt solch eine Reise auf sich zu nehmen, sollte vorher ganz genau überlegen, warum. Welches Motiv habe ich? Zum Beispiel muss man sich die Frage stellen: Geht es mir um das Land oder will ich vielleicht einfach nur beweisen, dass ich es kann und wenn ja, wem will ich es beweisen? Mir, meiner Familie und fahre ich mit dem Motiv richtig? Ich habe mir keine solche Gedanken gemacht...ich habe gedacht, ich wäre stark genug, vielleicht auch, dass ich es schaffen muss oder ähnliches, aber ich konnte es nicht und jetzt habe ich den Salat. Was habe ich bloß angerichtet? Ich meine, was mute ich meiner Familie zu? So eine Reise ist anstrengend, vor allem allein und auch wenn jeden Tag Flugzeuge starten...ich könnte den ganzen Tag heulen und schreien bei dem Gedanken zu fliegen oder andere fliegen zu lassen. Naja, wir haben jedenfalls verschlafen und somit war auch der Zoo gestrichen! Wir haben dann das Kolonialviertel "The Rocks" besichtigt und die Habour Bridge. Der Tag war etwas kälter, als der gestrige, aber auch ganz schön und die Aussicht von der Habour Bridge, wenn die Sonne untergeht ist richtig herrlich! Außerem haben wir uns eine Tagestour für die Blue Mountains gebucht und sind schon gespannt, wie es wird. Doch morgen ist dann wirklich erstmal der Zoo an der Reihe. Ich freue mich schon, auch wenn ich die Nacht bestimmt wieder total beschissen schlafe werde! Die Gorillapartypeople sind nämlich auch heute wieder unterwegs! Super! Ach, übrigens, unser Bronchitisnachbar ist Deutscher und redet gerade laut am Telefon. Vielleicht sollte ich ihm meine Halslutschtabletten andrehen...mal sehen ;)

Hello Sydney...you've won my heart.

Montag, 08.08.2011
Gestern ging es also los nach Sydney. Agi und ich brachen früh in Singapur auf und weinten der Stadt keine Träne nach, vor allem nicht der Hitze. Prompt als wir mit unseren Koffern unseres Weges rollten fing es dann auch an zu regnen^^ Was für ein Glück für uns! (Übrigens möchte ich hier noch eine kleine Bermerkung loswerden: Mein Onkel und seine Freundin haben mir die Frage gestellt bezüglich dieser beiden Zeichen ^^ und XD. Die Antwort ist ganz simpel. Das XD stellte einen lachenden Mund, in diesem Fall das D und das X die Augen da. Dieser Smiley bedeutet also so viel, wie "verrückt" oder "ach, du meine Güte" oder auch "war ja klar" . Die Häkchen ^^ sind ein Lächeln, wie die Augen die schmaller werden, wenn man lacht. Wenn man sich ein Lächeln zu den ^^ dazu denkt, wird es auch logisch) Aber Katzenohren sind auch keine schlechte Idee. Nunja, auf jeden Fall checkten wir und problemlos ein und mein Handgepäck wurde mal wieder aufs genauste durchwühlt. Ich Frage mich jedesmal wieso...vllt sehen meine Tampons aus, wie Maschinengewehrmunition?? O.o Man weiß es nicht^^ Auch der Flug war unproblematisch, bloß das Essen war widerwärtig!! Jetzt zu den Filmen an Bord...also "Meine erfundene Frau" mit Jennifer Aniston ist lustig und "Unknown Identity" mit Liam Neeson sehr spannend. Ich wurde also gut unterhalten ;) Da die Australier ein Problem mit fremden Bakterien und Samen haben, wird man im Flugzeug auch gleich mit einem stinke Spray "entgiftet". Man stelle sich das so vor: Da kommt einer der Crew und sprühte mit einer Dose durch das ganze Flugzeug, als wäre es Febreze und nicht stinkender Entgifter. Super! Auf jeden Fall kamen wir um 05.15 Uhr morgens in der Stadt an. Ich hatte 24 Stunden nicht geschlafen und war dementsprechend nieder geschlagen und unglücklich. Im Sonnenaufgang hieften wir dann unsere Koffer in die Bahn und fuhren in die Nähe der Pitt Street in Sydney, wo unser Hostel liegen sollte. Die Temperatur war anfangs noch erfrischend kühl, wurde dann aber nach einer halben Stunde Koffer rollen durch die Straßen eines Wohnblocks zu erbärmlich kalt und nervig. Trotzdem ich sah meine ersten kleinen Papageien in freier Natur und als wir am Ende der Pitt Street ankamen (von Hausnr. 90- 298) wurden wir dann auch schließlich aufgeklärt, dass dies die falsche Pitt Street sei. Also...umkehren! Was soll ich sagen, wir kamen tatsächlich irgendwann gegen acht Uhr bei unserem Hostel an, welches auch ganz okay ist, aber nicht vergleichbar mit Singapur. Da wir jedoch noch nicht einchecken konnte , ließen wir unsere Koffer da und gingen in den nächsten Park. Es ist kalt hier in Australien...der Wind trägt noch einen Hauch Winter mit sich und die Bäume sind noch nicht ganz ergrünt, aber wenn die Sonne erstmal scheint ist es herrlich. Wir genossen die Sonne...unterhielten uns mit einem Bettler und gingen schließlich los, Richtung Royal Botanic Gardens, schossen Fotos und sahen echte....(meine beste Freundin dreht durch vor Neid) Flughunde!!!! Überall hangen sie schlafend an den Bäumen...etwas genervt von der Sonne. Manch eins dieser niedliche Tierchen flatterte sogar umher oder öffnete die Flügel, um die Besucher müde anzustarren. Sooooo süß >.< Auch toll sind die freien Kakadus, die gerne von Parkbesuchern gefüttert werden, auch wenn es natürlich verboten ist. Schließlich gingen wir immer höher und es bot sich uns ein Anblick, der für den Rest des Lebens in Erinnerung bleibt. Der pazifisches Ozean, das Opernhaus von Sydney und die Habour Bridge. Alles umrahmt vom satten Grün des Gardens. Die Sonne schien herrlich warm und wir ließen uns auf einer Bank nieder und entspannten bestimmt über eine Stunde. Es war traumhaft! Überhaupt ist diese Stadt sehr lebendig und schön...mit vielen grünen Ecken, die eingerahmt werden von den Hochhäusern der Stadt. Morgen wollen wir dann auch in den Zoo. *Überraschung* xD Dort gibt es dann Schnabeltiere und tasmanische Beutelteufel! *Yeah* Doch auch, wenn das alles sehr schön klingt und nach viel Spaß...habe ich auch schlechte Nachrichten. Ich komme nicht sehr gut zurecht und es sieht so aus, dass ich meine Reise abbrechen und nach Hause zurück kehren werde. Trotz dieser schönen Momente und Agi, die sich viel Mühe um mich macht, habe ich weiterhin Angstattacken und nehme ständig ab. Das Essen fällt mir schwer und auch schlafen tu ich schlecht. Mein Zuhause und die Sicherheit fehlen mir enorm und ich werde von Probleme eingeholt, die man nicht verdrängen kann und sollte. Ich hoffe Neuseeland noch sehen zu können, aber ein Jahr ohne feste Station werde ich nicht schaffen und da bin ich dann auch realistisch. Vielleicht hatte mein Opa recht, als er mich an eine Gastfamilie vermitteln wollte. Im Nachhinein wäre das die richtige Wahl gewesen. Trotzdem...so ein langer Urlaub hat auch was und zu Hause kann ich mich dann immerhin um mein Studium und ähnliches bemühen und mit dem Restgeld vielleicht sogar noch nach Irland reisen. Man wird sehen, was die Zeit bringt. Sydney lohnt sich jedoch auf jeden Fall!
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